Katamaran "Terehau" - Bora Bora

Mittwoch, 8. April. Um 12 Uhr wurden wir auf dem Katamaran Terehau (was soviel wie "gute Reise" heisst ) von Henri, dem Skipper sowie von seiner Frau Míhi, der Köchin begrüsst. Es gesellten sich weitere Passagiere zu uns: Ein Paar mittleren Alters aus Los Angeles, ein Rentnerehepaar aus Toulon sowie ein Single aus Papeete welcher jedoch ursprünglich aus Nordfrankreich kommt. Wir richteten uns in unserer (geräumigen) Kabine - welche sich im hinteren Teil des rechten Schwimmers des Schiffs befand - wohnlich ein.
Bald schon hiess es Anker hoch. Während wir gemütlich Mittag assen ging die Fahrt Richtung Insel Tahaa. Wir ankerten nach ca. 8 km Fahrt hinter einem Korallenriff. Schnorcheln war angesagt, darum stiegen wir um in einen Zodiac (Schlauchboot). Die Unterwasserwelt in einem Korallenriff sieht durch die Taucherbrille fantastisch aus. Wir konnten uns kaum sattsehen. Irgendwann kam der Moment als wir vom Wasser wieder in den Zodiac steigen (klettern) mussten. Gar nicht so einfach. Der Schreibende bekundete jedenfalls etwelche Mühe und merkte, dass er nicht mehr 20 war.
Apéro war angesagt während Míhi in der Kombüse das Nachtessen zubereitete. Wir genossen den Fischgratin und liessen den Abend bei angeregten Gesprächen ausklingen.
Donnerstag, 9. April. Nach dem Frühstück wurde der Anker gelichtet und ab geht die Fahrt zur 45 km entfernten Insel Huahine. Bei der Überfahrt gerieten wir in einen Ministurm welcher den Katamaran arg durcheinander schüttelte. Zudem kam Regen auf, zum ersten Mal seit Beginn unserer Ferien. Die Stimmung war keinesfalls getrübt weil Míhi wieder zauberte und uns Sashimi (roher Thunfisch ganz dünn geschnitten auf einem Weisskohlbett) und dazu Trockenreis servierte. Schaut euch einfach das Foto an!
Wir ankerten in einer Lagune und hatten Zeit in der Bucht zu schwimmen und zu schnorcheln. Am Abend fuhren wir mit dem Zodiac an Land wo uns zum Nachtessen in einem Strandhotel eine Folkloredarbietung serviert wurde. Solche Darbietungen sind eigentlich nicht unser Geschmack - so war es auch diesmal.
Freitag, 10. April. Nach dem Frühstück fuhren wir an Land. Eine Inselrundfahrt stand auf dem Programm. Das Foto haben wir bei einem Aussichtspunkt aufgenommen und zeigt einen Teil der Insel Huahine.
Wir erfuhren einiges über Huahine und lernten bei einer Vanilleplantage wie kompliziert es ist dieses Gewürz zu produzieren. Ein Labyrinth aus Steinen, welches in einem Fluss aufgebaut ist, lässt Fische verirren weil sie den Ausweg nicht mehr finden und dann leicht gefangen werden können, hat uns verblüfft. (Voreuropäische Konstruktion).
Es war wiederum sehr heiss und alle waren happy, vor dem Mittagessen mit einem Sprung vom Schiff ins Wasser nochmals etwas Abkühlung geniessen zu können.
Nach dem Essen wurde der Anker gelichtet und die Segel gesetzt. Zuerst ging die Fahrt ohne Motorengeräusch zurück Richtung Raiatea. Als dann der Wind fast komplett abflaute ging es (leider) mit dem Motor weiter.
Zurück in Raiatea ankerten wir in der Nähe des Hafens. Henri istallierte einen Holzkohlegrill auf dem hinteren Deck und bald einmal brutzelten darauf Lammkoteletts und Thonsteaks welche Mìhi zusammen mit Knoblauchspaghetti servierte. Es war ein langer, gemütlicher letzter Abend auf dem Katamaran Terehau.
Samstag, 11. April. Nach dem Frühstück verabschiedeten wir uns von allen Passagieren wie auch von Míhi und Henri. Wir schlenderten noch etwas im Hafenviertel von Uturoa herum bevor wir um die Mittagszeit mit dem Turboprop ATR72 Richtung Bora Bora abflogen. Bereits nach 10 Minuten Flug landeten wir in Bora Bora und wurden mittels einem Schifflein zu unserem Hotel gebracht.
Aus Bora Bora senden wir euch dann den nächsten Reisebericht.