HONGKONG - AUCKLAND (NZ)
Wenn man in ein Flugzeug steigt, gehen einem schon allerlei Gedanken durch den Kopf, um so mehr wenn gerade ein Flugzeug abgestürzt ist wie im Fall Germanwings. Bei unserem Einstieg in Hong Kong am 26. März kannten wir die Hintergründe des Absturzes nämlich noch nicht...
Also - ein weiterer langer Flug stand auf dem Programm. Air New Zealand brachte uns nach 11 Stunden Flugzeit sicher nach Auckland. Mittlerweile sind wir ca. 18'000 km von euch entfernt. Auckland liegt 37 Grad südlich, wogegen Zürich 47 Grad nördlich liegt. Die längliche Verschiebung beträgt ca. 166 Grad. Im grossen Ganzen liegen wir in etwa gleich wie ihr nur eben auf der südlichen Halbkugel. Darum auch die Zeitverschiebung von 12 Stunden. So - nun genug der einleitenden Worte.
Im Gegensatz zu Hong Kong wo der Frühling Einzug gehalten hat, wurden wir am 27. März in Auckland mit spätsommerlichem Wetter empfangen - vergleichbar wie bei uns Ende September. Nach unserer Ankunft haben wir die Innenstadt beschnuppert und anschliessend unser Hotelzimmer bezogen.
Tolle Lage, mit einem schönen Blick auf den Hafen. Das Nachtessen im Hafenviertel war super. Unglaublich, dieses Hafenviertel. Pulsierend und eine Beiz nach der andern. Wir hatten das Gefühl, dass halb Auckland den Freitagabend in dieser Gegend der Stadt verbringt.
Wir wussten, dass von Zeit zu Zeit grosse Ozeanriesen direkt an der Pier vor unserem Hotel anlegen. So auch am Samstagmorgen (28. März) früh die "Sun Princess". Dann ist Feierabend mit der schönen Hafenaussicht.

Die
Die Aussicht beschränkt sich dann auf einen Blick in eine Schiffskabine welche keine 20 Meter gegenüber von unserem Hotelzimmer entfernt ist.
Was solls, wir sind ja unterwegs. An diesem Samstag waren wir den ganzen Tag mit einer kleinen Gruppe auf einem Ausflug. Nach einer Vorstellungsrunde (was wir eigentlich nicht so lieben) hat sich herausgestellt, dass eine dunkelhäutige Professorin aus Kentucki, ein Manager aus Los Angeles, eine kurlige Dame aus Melbourne (wir sind nicht schlau geworden wovon sie lebt) und wir mit von der Partie waren. Die Reiseleiterin, eine charmante Mãori (Abstammung der Ureinwohner) hat uns (fast) zuviel über die Kultur und etwas zuwenig über Land und Leute erzählt. Trotzdem, der Tagesausflug in die weitere Umgebung von Auckland war äusserst interessant.
Für Insider wollen wir kurz erwähnen was wir an diesem Tag im Wesentlichen gesehen haben: Ausflug auf den ehemals vulkanischen Mount Eden, Fahrt auf die gegenüberliegende Seite, nach Davonport mit einem phantastischen Blick
zurück auf die Skyline. Von dort Fahrt an die Westküste nach Piha, ...
... ein Traumstrand mit schwarzem Sand und ein Surferparadies.
Am Abend brummte ein wenig der Schädel, kommt wohl daher, weil wir uns nicht mehr gewohnt sind den ganzen Tag nur Englisch zu sprechen.
Sonntag, 29. März, Tagwache um 05.30 Uhr. Nach dem Frühstück werden wir um 07.00 Uhr abgeholt. Sean unser Ausflugsleiter ist ein charmanter junger Mann. Wir sind wiederum eine kleine Gruppe: Melissa, eine jüngere Frau aus Oregon, Herr und Frau Lee aus Hong Kong und wir. Zur Gruppe später mehr.
Die frühmorgentliche Sonntagsfahrt war ein Genuss.
Mystische Nebelfelder, herrliche sattgrüne Wiesen auf welchen haufenweise lebende Lammgigot weideten. Daneben erstaunlich viele lebende Rindsfilets. Sean erklärte uns, dass die Rindsfilet im Vormarsch seien aufgrund der sinkenden Nachfrage der Wolle bei den Gigots.
Wir fuhren Richtung Coromandel Halbinsel. Zuerst führte der Weg an die rauhere Ostküste. Bei der Hot Water Beach tauchten wir unsere Füsse ins warme Wasser und fuhren anschliessend an die Hahei-Beach.
Einmal mehr ein Traumstrand. Von dort ging die Fahrt nach Coromandel Town an die Westküste der Halbinsel. Dann ging der Weg wieder zurück nach Auckland. Nochmals zur Landschaft: Viel Weidland, daneben grosse Regenwälder mit riesigen, teilweise bis zu 800 Jahre! alten Bäume (Mauri Trees) und ...
bis zu 10 m hohen Farnbäumen.
Da euch diese Wegbeschreibung möglicherweise langweilt, kommen wir kurz zurück auf unser Grüppli. Alles nette Leute aber eben...
In einem Anfall von geographischem Wissen welches die Amerikaner bekannterweise haben fragt doch Melissa den Reiseleiter tatsächlich, ob New Zealand ein Teil von Australien sei. Sean, schlagfertig konterte gekonnt und sagte sehr ernst: Im Gegenteil - New Zealand bestünde aus drei Inseln, die Nordinsel, die Südinsel und die Westinsel (eben Australien).
Zweite Begebenheit: Kaum im Minibus schläft das Hong Kong Pärchen. Kaum ausgestiegen wird ein "Selfie" nach dem andern produziert (alle mit dieser komischen Verlängerungsstange nota bene). Die jeweiligen Attraktionen wurden praktisch alle ausser acht gelassen. Schade finden wir, aber eben vielleicht verstehen wir das aufgrund unseres etwas fortgeschrittenem Alters nicht mehr.
Ein Wort zu Land und Leute: Alles ist sehr sauber - keine weggeworfenen Plastikflaschen, Metallbüchsen etc. Die Einheimischen sind sehr nett, höflich, unaufdringlich und reden ein Englisch welches eher dem britischen als dem amerikanischen Englisch ähnelt. Für uns im grossen und ganzen recht gut verständlich. Das Essen ist vorzüglich obwohl die Speisekarte für uns etwas fremd wirkt. Beatrice als Lammfleisch-Fan kommt voll auf die Rechnug. Die Weine sind hervorragend (Sauvignon blanc, Chardonnay wie auch Merlot und Cabernet.
Also - nach unseren ersten Eindrücken ein Land welches sich lohnt zu bereisen, auch wenn es weit entfernt ist von uns.
Montag, 30. März: Ruhetag. Heute haben wir ausgeschlafen (von der Zeitverschiebung merken wir mittlerweile fast nichts mehr). Auf geht's mit der Fähre nach Davonport zum bummeln. Diesen Ausflug haben wir sehr genossen. Nach der Rückkehr stand "Home office" auf dem Programm, will heissen, Text schreiben, Mail checken etc.
Am Morgen 31. März gings es dann mit der Fähre nach Waiheke Island. Die Insel liegt 19 km von Auckland entfernt. Nach einer 35 Minutenfahrt mit der Fähre wurden wir am Pier von Steve empfangen. Da wir Steve alleine zur Verfügung hatten, konnten wir das Programm nach unserem Gusto, aber natürlich gemäss seinen Vorschlägen gestalten. Steve, ein alteingesessener sehr netter Inselbewohner wusste sogleich was unserem Geschmack entsprach.

Wir begannen unseren Ausflug mit einer einstündigen Küstenwanderung. Das herrliche Spätsommerwetter trieb uns den Schweiss aus den Poren ging es doch rassig bergauf und ab.
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Das anschliessende Mittagessen haben wir in einem der vielen Strandbeizli eingenommen. (Übrigens sucht man Mac Donalds und Starbucks Coffee etc. vergebens auf der Insel).Das Essen war ein kulinarischer Hochgenuss. Der Snapper schmeckte uns wahrscheinlich besonders gut weil er von Hand mit der Angelrute gefangen wurde (line caught). Das Gemüsebett und das Püre aus Süsskartoffeln waren hervorragend zubereitet.
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Nach dem Essen und einem Strandspaziergang zeigte uns Steve nochmals weitere schöne Strände und Sehenswürdigkeiten, bevor wir um 16 Uhr wieder nach Auckland zurückfuhren.
Am Mittwochmorgen (1. April) fliegen wir weiter und werden nach Überfliegen der Datumsgrenze wieder am Dienstagnachmittag (31. März) in Papeete (Tahiti) landen.
Wir werden versuchen uns irgendwo aus der Südsee wieder zu melden.